Nanotechnologie - Was steckt wirklich dahinter? Das Campingfahrrad
Jun 18

Das iPhone von Apple - Handy 2.0 oder doch nur ein Smartphone?

Am 9.Januar 2007 veränderte Steve Jobs die mobile Welt. Mit der Ankündigung des iPhones löste der Apple-Chef einen Hype aus, der in der Handywelt für Aufsehen sorgte. Die Medienresonanz war gigantisch und machte das Gerät schon vor der Markteinführung zum Kultobjekt. So wählte das US-Magazin “Time” das iPhone zur “Erfindung des Jahres 2007″.

Seit dem 9.November ist es auch in Deutschland erhältlich. Der Verkaufsstart war alles andere als still und leise. Wie sonst nur von den Verkaufsstarts neuer “Harry Potter”-Bücher bekannt, gab es Sonderverkaufsveranstaltungen von 0.00 bis 3.00 in der Nacht.
Und was kann nun dieses “iPhone”? Eigentlich nichts, denn die Bedienung bleibt dann doch dem Nutzer überlassen. Und der kann dann allerhand mit seinem Handy machen:

- praktisch überall ins Internet gehen inklusive E-Mail und Routenplaner
- hochauflösende Videos schauen
- seine eigene MP3-Musik hören
- mit der Digitalkamera Schnappschüsse machen
- und ja man kann auch telefonieren.

Schaut man sich nun den Funktionsumfang des iPhones an, stellt man schnell fest, so kommt man der Revolution nicht auf die Spur. Und dann wären wir wieder bei der Bedienung. Wer sich in der Vergangenheit über die Bedienung seines Handys geärgert hat, weil es z.B. ewig gedauert hat eine bestimmte Telefonnummer aus der Datenbank zu fischen, der kann aufatmen. Das Klicken durch ewig verschachtelte Menüs, in denen man sich auch schon mal hoffnungslos verirrt hat, gehört der Vergangenheit an. Ja wenn man denn ein iPhone besitzt! Dieses Gerät besitzt keinen multifunktionalen Nummernblock mit viel zu kleinen Tasten, statt dessen wird die Bedienung von einem Touchscreen gesteuert, der bis zu zwölf Berührungsimpulse simultan verarbeitet. Zudem sorgen Sensoren für die richtige Darstellung, egal ob das Gerät vertikal oder horizontal gehalten wird. Nach kurzer Eingewöhnung wird man das alte Handy kaum noch bedienen können - es hat ja diese kleinen Tasten! Und der SMS-Daumen schmerzt auch wieder.
Diese intuitive Art der Bedienung sorgt auch für ein komfortables Surfvergnügen außerhalb der eigenen 4 Wände. So bekommen dann auch Web 2.0-Inhalte wie der Lieblings-Blog für die kurzweilige Unterhaltung für zwischendurch einen grösseren Wirkungskreis.
Sicher haben auch andere Smarthandys namhafter Hersteller sämtliche Funktionen im Angebot. Oft bleibt es aber leider bei dem Angebot, da die Bedienung eben die eines Handys ist - kompliziert und langsam. Da musste dann schon ein Computerhersteller aus Cupertino kommen und den arrivierten Marktgrössen den Weg zeigen. Man wird sehen in wie weit diese bereit sind den Weg mitzugehen und ob sie auch in der Lage sind, den Vorsprung von Apple aufzuholen.

Auch wenn es Apple mit dem iPhone gelungen ist aus dem Nichts den eingefahrenen Handymarkt aufzumischen, so darf man einige kritische Gesichtspunkte nicht ausser Acht lassen. Zwar ist Vodafone mit dem Vorhaben das iPhone auch für andere Netze offen zu halten gerichtlich gescheitert, dennoch ist der Exklusivvertrieb des iPhones durch T-Mobile für den Verbraucher nicht positiv zu bewerten. Ein Wettbewerb hätte möglicherweise etwas moderatere Tarife hervorgebracht. Die momentanen Tarife zwischen 49 und 89 Euro und dem Bezugspreis von 399 Euro machen das iPhone sicher nicht eben Massenmarkt tauglich. Darum scheint es aber auch nicht zu gehen, denn die Konkurrenz handelt ähnlich. Vodafone z.B. schickt das Samsung “Qbowl” ins Rennen. Der Bezugspreis ist identisch, der Flatrate-Tarif liegt mit 99,95 € sogar noch über dem T-Mobil-Tarifen.
Für den Moment bleibt das iPhone wohl das einzige Handy 2.0 inmitten der Smarthandys. Einen Trost gibt es aber auch für Nokia, Samsung, LG, Sony Erricson und co. - der Markt ist äußerst schnelllebig. Das Handy von heute ist morgen schon fast vergessen.

3 Responses to “Das iPhone von Apple - Handy 2.0 oder doch nur ein Smartphone?”

  1. New Blogger Says:

    Netter Artikel. Ich will Iphone nicht, mein choise ist alwast SMARTPHONE. Smartphone ist der beste ….!

  2. Claus Says:

    Wirklich nicht der große Wurf. Nicht nur dem Maler tränen die Augen. Wer es halt als Statussymbol braucht…

  3. Tommy Says:

    Solange das Teil so teuer ist (+teurer Tarif) werd ich mir das niemals kaufen. Obwohl es mich schon in den Fingern jucken würde. Aber in dem Fall siegt die Vernunft.

Leave a Reply